Der wilde Norden: Wo die Dominikanische Republik ihre Seele zeigt. Abseits der bekannten All-Inclusive-Resorts von Punta Cana offenbart sich im Norden der Dominikanischen Republik eine Welt voller unberührter Natur, lebendiger Kultur und echter Abenteuer. Die Nordküste – oft auch als „Bernsteinküste“ bezeichnet – ist ein Paradies für Reisende, die das authentische karibische Leben suchen.
Die Reise beginnt meist in Puerto Plata, einer Stadt, die Kolonialgeschichte mit moderner Lebensfreude verbindet. Die bunten viktorianischen Holzhäuser der Altstadt strahlen im Sonnenlicht, während der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und reifen Mangos durch die Strassen zieht. Mit der einzigen Seilbahn der Karibik geht es hinauf auf den Pico Isabel de Torres (Im Moment geschlossen wegen Revisionen). Von oben bietet sich ein atemberaubender Blick über den tiefblauen Atlantik und die dichten, grünen Wälder, die die Stadt einrahmen.
Ein absolutes Highlight für Abenteurer liegt nur eine kurze Fahrt entfernt: die 27 Charcos de Damajagua, aktuell nur noch 11 Wasserfälle aufgrund Wassermangels. Hier wandert man durch den Dschungel, um anschliessend durch eine Kette von natürlichen Wasserfällen und tiefen Felsschluchten zu springen und zu rutschen. Folgt man der Küstenstrasse weiter gegen Osten, verändert sich die Szenerie. In Cabarete bestimmt der Wind das Tempo. Der Ort gilt als weltweites Mekka für Kitesurfer und Windsurfer. Tagsüber tanzen hunderte bunte Schirme auf den Wellen, während sich abends das Leben in die gemütlichen Strandbars verlagert. Hier isst man fangfrischen Fisch mit den Füssen im Sand, untermalt von den rhythmischen Klängen des Merengue und Bachata.
Das unbestrittene Juwel des Nordostens ist jedoch die Halbinsel Samaná. Sie ragt wie ein grüner Finger in den Atlantischen Ozean und wirkt wie aus einem Bilderbuch entsprungen. Hügelketten, die dicht mit Kokospalmen bewachsen sind, stürzen hier direkt ins Meer. Das charmante Fischerdorf Las Terrenas verbindet europäisches Flair mit karibischer Gelassenheit. Von hier aus lassen sich versteckte Traumstrände wie die Playa Rincón oder die Playa Frontón entdecken – Orte, an denen man oft noch ganz alleine zwischen Palmen und sanften Wellen entspannen kann.
Wer zwischen Januar und März anreist, wird Zeuge eines magischen Naturschauspiels: Tausende Buckelwale kehren in die warme Bucht von Samaná zurück, um ihre Kälber auf die Welt zu bringen. Wenn ein tonnenschwerer Wal direkt vor dem Boot aus dem Wasser steigt und eine Fontäne in den Himmel schiesst, stockt jedem Reisenden der Atem. Der Norden der Dominikanischen Republik ist kein Ort, an dem man nur am Pool liegt. Es ist eine Region, die bewegt. Sie fordert dazu auf, in das warme Meer zu springen, die tropischen Früchte zu kosten, mit den herzlichen Einheimischen zu lachen und die wilde, ungezähmte Schönheit der Karibik mit allen Sinnen aufzusaugen.