Die Dominikanische Republik im Norden

10. August 2026

Der wilde Nor­den: Wo die Dominikanis­che Repub­lik ihre Seele zeigt. Abseits der bekan­nten All-Inclu­sive-Resorts von Pun­ta Cana offen­bart sich im Nor­den der Dominikanis­chen Repub­lik eine Welt voller unberührter Natur, lebendi­ger Kul­tur und echter Aben­teuer. Die Nord­küste – oft auch als „Bern­steinküste“ beze­ich­net – ist ein Paradies für Reisende, die das authen­tis­che karibis­che Leben suchen.

Die Reise begin­nt meist in Puer­to Pla­ta, ein­er Stadt, die Kolo­nialgeschichte mit mod­ern­er Lebens­freude verbindet. Die bun­ten vik­to­ri­an­is­chen Holzhäuser der Alt­stadt strahlen im Son­nen­licht, während der Duft von frisch gebrühtem Kaf­fee und reifen Man­gos durch die Strassen zieht. Mit der einzi­gen Seil­bahn der Karibik geht es hin­auf auf den Pico Isabel de Tor­res (Im Moment geschlossen wegen Revi­sio­nen). Von oben bietet sich ein atem­ber­auben­der Blick über den tief­blauen Atlantik und die dicht­en, grü­nen Wälder, die die Stadt ein­rah­men.

Ein absolutes High­light für Aben­teur­er liegt nur eine kurze Fahrt ent­fer­nt: die 27 Char­cos de Dama­jagua, aktuell nur noch 11 Wasser­fälle auf­grund Wasser­man­gels. Hier wan­dert man durch den Dschun­gel, um anschliessend durch eine Kette von natür­lichen Wasser­fällen und tiefen Felss­chlucht­en zu sprin­gen und zu rutschen. Fol­gt man der Küsten­strasse weit­er gegen Osten, verän­dert sich die Szener­ie. In Cabarete bes­timmt der Wind das Tem­po. Der Ort gilt als weltweites Mek­ka für Kitesurfer und Wind­surfer. Tagsüber tanzen hun­derte bunte Schirme auf den Wellen, während sich abends das Leben in die gemütlichen Strand­bars ver­lagert. Hier isst man fangfrischen Fisch mit den Füssen im Sand, unter­malt von den rhyth­mis­chen Klän­gen des Merengue und Bacha­ta.

Das unbe­strit­tene Juwel des Nor­dostens ist jedoch die Hal­binsel Samaná. Sie ragt wie ein grün­er Fin­ger in den Atlantis­chen Ozean und wirkt wie aus einem Bilder­buch entsprun­gen. Hügelket­ten, die dicht mit Kokospal­men bewach­sen sind, stürzen hier direkt ins Meer. Das char­mante Fis­cher­dorf Las Ter­re­nas verbindet europäis­ches Flair mit karibis­ch­er Gelassen­heit. Von hier aus lassen sich ver­steck­te Traum­strände wie die Playa Rincón oder die Playa Fron­tón ent­deck­en – Orte, an denen man oft noch ganz alleine zwis­chen Pal­men und san­ften Wellen entspan­nen kann.

Wer zwis­chen Jan­u­ar und März anreist, wird Zeuge eines magis­chen Naturschaus­piels: Tausende Buck­el­wale kehren in die warme Bucht von Samaná zurück, um ihre Käl­ber auf die Welt zu brin­gen. Wenn ein ton­nen­schw­er­er Wal direkt vor dem Boot aus dem Wass­er steigt und eine Fontäne in den Him­mel schiesst, stockt jedem Reisenden der Atem. Der Nor­den der Dominikanis­chen Repub­lik ist kein Ort, an dem man nur am Pool liegt. Es ist eine Region, die bewegt. Sie fordert dazu auf, in das warme Meer zu sprin­gen, die tro­pis­chen Früchte zu kosten, mit den her­zlichen Ein­heimis­chen zu lachen und die wilde, ungezähmte Schön­heit der Karibik mit allen Sin­nen aufzusaugen.